29.09.2026
Die Finanzverwaltung Nordrhein-Westfalen hat in Kaarst bei Düsseldorf ihr neues Rechenzentrum eröffnet. Der IT-Standort soll die digitale Infrastruktur der mehr als 100 Finanzämter des Landes stärken und die Verarbeitung sensibler Steuerdaten langfristig absichern.
Rund 1.100 Beschäftigte des Rechenzentrums betreiben die technischen Systeme der Steuerverwaltung, erstellen die Grundlagen für die Bearbeitung von Steuerfällen und entwickeln neue Softwareanwendungen. Künftig soll der Standort auch eine zentrale Rolle bei der Entwicklung und dem Einsatz von KI-Anwendungen übernehmen.
Finanzminister Marcus Optendrenk (CDU) bezeichnete das neue Rechenzentrum als wichtigen Beitrag zur digitalen Souveränität des Landes. Moderne IT-Infrastruktur, resiliente Systeme und der geschützte Einsatz von Künstlicher Intelligenz seien Voraussetzungen für eine verlässliche Verwaltung.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Datenschutz. Nach Angaben des Ministeriums werden personenbezogene und steuerliche Daten vollständig im landeseigenen Rechenzentrum verarbeitet. Dazu zählt auch der KI-Assistent "FinAssist.NRW", der Beschäftigte etwa bei Dokumentenanalysen, Textentwürfen und der automatisierten Texterkennung unterstützen soll.
Das neue Rechenzentrum dient zudem als Entwicklungsstandort für digitale Zukunftstechnologien. In einem KI- und Cloud-Inkubator sollen IT-Fachleute gemeinsam mit Beschäftigten der Finanzverwaltung neue Anwendungen entwickeln und erproben. Die Landesregierung sieht darin einen wichtigen Baustein, um Innovation, Datensicherheit und die Widerstandsfähigkeit staatlicher IT-Systeme miteinander zu verbinden.
Der Standort wird nach Angaben der Finanzverwaltung weitgehend klimaneutral betrieben. Damit soll er nicht nur die Digitalisierung der Steuerverwaltung vorantreiben, sondern auch deren Zukunfts- und Innovationsfähigkeit stärken.
Finanzministerium Nordrhein-Westfalen, PM vom 25.09.2026